Heute huiii, morgen pfuiii – was ist ein Testbericht noch wert?

Lange ist es her, dass ich als Hobby-Journalist für eine kleine Gamingseite im Internet Spieletests geschrieben habe. Damals haben wir von den Publishern Rezessionsexemplare bekommen und durften dann frei nach Schnauze schreiben was wir wollten. Gelegentlich war vielleicht die Tatsache, dass man sein Spiel umsonst bekam, der Grund für eine etwas bessere Wertung (wenn man 100 Mark dafür hingeblättert hat ist man kritischer) . Wenn mir aber etwas nicht gefallen hat, dann habe ich das genauso in der Luft zerrissen wie ich es heute auch tue (denn für meine Spieletests hier habe ich die Spiele kaufen müssen).

Heute sieht die Welt anders aus – will man ein Spiel als Rezensionsexemplar bereits vor dem Release zum Test, dann muss man (hoffentlich nicht immer) „unterschreiben„, dass man im Falle eines schlechten Testergebnisses den Test erst „NACH“ dem Releasetermin veröffentlicht. Ein wirklich toller Deal, bei dem Spielepublisher auf dreiste Weise in die Pressefreiheit eingreifen.

Was für Konsequenzen ergeben sich aus dieser Tatsache?

- Testende Medien, Blogger, Freaks … können einen negativen Testbericht erst veröffentlichen nachdem das Interesse am Test ingesamt schon wieder abflaut. Oder sie müssen ihre  Meinung „optimieren“ um nicht den „Schnee von gestern“ zu bringen.

- Käufer haben absolut keine Möglichkeit mehr vor dem Kauf (am Releasetag) eine unabhängige Meinung einzuholen – denn wer weiss schon ob die Tester nicht in Wirklichkeit einen ganz anderen Eindruck hatten und gezwungen waren positiv oder gar nix zu schreiben.

Auch soll es wohl nicht mehr den Schreiberlingen überlassen bleiben, über was genau sie schreiben. Unter dem Vorwand, dass sonst zuviel „gespoilert“ wird, dürfen wohl bestimmte Themenbereiche nicht angerührt werden.  Leider habe ich keinen Einblick in diese „Knebelvereinbarungen“ die heute mit den Pressemustern kommen, aber da wird sicher auch die eine oder andere hahnebüchene Storywendung oder ähnliches einfach ins Spoilerverbot rutschen. Und besonders viel liest man über diese Tatsache nicht – viel mehr geht man als Kunde davon aus, dass all die guten Testberichte vor dem Release ein tolles Spiel erwarten lassen – gab ja keine negativen Stimmen, da muss es gut sein.

Schade finde ich, dass ausgerechnet Boris Schneider-Johne hier den Standpunkt der Industrie vertritt (früher wäre das bestimmt mal anders gewesen) – aber ohne Boris wäre mir dieses Dilemma vollkommen entgangen. Jetzt weiss ich wenigstens, dass ein Testbericht vor dem Releasetermin rein gar nix mehr wert ist. Danke Boris!!

Boris Artikel war übrigens eine Reaktion auf einen Kommentar von Jörg Luibl, Chefredakteur bei 4Players. Hochachtung Jörg – das musste mal gesagt werden!

Und Kudos geht auch an – ich kann es kaum fassen – ComputerBildSpiele … ich zitiere:

Unabhängige Testurteile opfern wir nicht auf dem Altar der Aktualität. Das gilt auch für „Assassin’s Creed 2“. Der Hersteller verlangte die Notengarantie „sehr gut“, sonst gibt es vorab kein Testmuster.

Quelle: CBS Aktuelle Ausgabe 12/2009
Schade, dass die Leute bei Ubisoft sich ihrer Sache so unsicher sind. Na ich werde mir dann wohl Assasins Creed 2 nicht holen, scheint ja schlecht zu sein, wenn man sich schon die Noten „erpressen“ muss. ;)

Indie Games – make your own game

Seit kurzem ist es auch in Deutschland möglich auf die Indiegames auf Xbox LIVE zuzugreifen – eine Sammlung von Spielen die nicht von großen Spieleentwicklern erstellt wurden sondern meist als Hobbyprojekt im Hinterstübchen entstanden sind. Die Preise sind sehr human und fangen bei rund einem Euro an – also eine attraktive Alternative zu den doch teureren Spielen im Arcade Bereich.

Ich selbst habe das letzte mal als Schüler ein eigenes „Spiel“ geschrieben – das ist jetzt weit über 10 Jahre her. Damals habe ich meine bescheidenen Turbo Pascal Kenntnisse genutzt um ein MiniRPG/Adventure auf Textbasis mit kleinen Grafikelementen zu schreiben. Im Informatikunterricht haben wir damals ein kleines CAD Programm geschrieben und somit war ich versucht die Grafikbausteine auch gleich in ein Spiel zu packen. Fertig ist es nie geworden – aber die Motivation war auch gering, denn selbst wenn es fertig geworden wäre, so hätte ich doch keine Möglichkeit gehabt es der weiten Welt zur Verfügung zu stellen (das Internet war damals noch nicht so verbreitet und ich weit davon entfernt eine Webseite zu erstellen). Der Wunsch einmal ein eigenes Spiel zu erstellen ist aber geblieben und jetzt bietet sich die Möglichkeit es sogar weltweit allen Xbox 360 Spielern zur Verfügung zu stellen (und vielleicht sogar ein paar Euros damit zu verdienen).

Doch kann jetzt jeder sein eigenes Spiel erstellen? Im Prinzip ja und die ersten Schritte kosten nicht einmal Geld. Aber für Leute die noch nie programmiert haben ist der Einstieg noch immer mit hohen Hürden verbunden – sie sollten besser erstmal mit Kodu, selbst ein Indietitel, anfangen. Leider ist Kodu bisher nicht für den deutschen Marktplatz freigegben worden – dies wird aber hoffentlich nicht mehr lange dauern. Wer aber bereits ein wenig Erfahrung in der Objektorientierten Programmierung vorweisen kann, der sollte sich ggf. wirklich mal den XNA Creators Club anschauen. Die ersten Schritte kann man mit wirklich gelungenen Tutorials zur 2D und 3D Spieleprogrammierung machen – siehe hier.

Programmiert wird in C#, einer Programmiersprache die Java sehr ähnlich ist und somit von einem Großteil der Hobbyentwickler und fast jedem Informatiker leicht zu erlernen ist. Der Einstieg gestaltet sich somit vergleichsweise einfach und die ersten Ergebnisse sind sehr schnell erzielt.

Wer die Spiele direkt auf der Xbox360 testen möchte, und dies ist aus der Entwicklungsumgebung heraus direkt möglich, muss für 99$ im Jahr eine Premium Mitgliedschaft im XNA Creators Club erwerben. Wer erstmal einfach nur reinschnuppern möchte, der kann aber auch am PC die Titel testen und direkt loslegen. Von MS wird hierfür kostenlos alles bereit gestellt.

Damit man nicht jedes Rad neu erfinden muss findet man auf der Seite des XNA Creators Club einige fertige Spiele die man sogar als Basis für eigene Spiele nutzen kann. Wer hier jetzt nur einfache Simpelspielchen erwartet liegt falsch – sogar ein richtiges Autorennen ist enthalten. Sehr beeindruckend – dennoch sollte man es sich nicht zu einfach vorstellen jetzt sein eigenes Spiel zu erstellen. Es handelt sich nicht um einen Spielebaukasten, es muss der Quelltext umgeschrieben und nicht nur ein Leveleditor angeschmissen werden. Dies fordert mehr als nur ein gutes Verständnis für Spiele!

Hat man aber sein eigenes Spiel erstellt, so bewertet die Gemeinde der Spieleentwickler das Spiel. Dies kann einige Wochen dauern, denn nur wenn das Spiel fehlerfrei und den Regeln der Indie Games entspricht darf es auf den Indie Games Marktplatz. Der Entwickler entscheidet hierbei selbst in welchen Ländern es erscheinen darf und ob er lokalisierte Versionen herausbringen möchte. Dabei kann er nicht nur das Spiel selbst lokalisieren – es ist auch möglich nur die Beschreibungen im Marktplatz zu lokalisieren. Leider ist die Community noch vergleichsweise frisch und Übersetzer rar – dies stellt vor allem eine Hürde dar, weil Entwickler das Spiel nur dann „prüfen“ dürfen, wenn sie der Sprache des Spiels mächtig sind. Möchte man also ein Spiel auf deutsch auf den Marktplatz bringen, so muss man genug deutschsprachige Entwickler finden die das Spiel prüfen. Dies dürfte auch der Grund sein, warum bisher kaum deutschsprachige Spiele auf dem Marktplatz zu finden sind – die Hürde der Verifizierung ist einfach zu hoch. Ausserdem muss erstmal ein Übersetzer gefunden werden!

Der Lohn der Mühe? Wenn es einem nicht genügt ein wenig Ruhm und Anerkennung daraus zu ziehen, so motivieren vielleicht die Gelder die aus dem Verkauf der Spiele kommen. 80, 240 oder 400 MS Points darf ein Spiel kosten, frei nach Entscheidung des Entwicklers. Hiervon bekommt der Entwickler einen Teil des Geldes – den Rest behält Microsoft. Soweit scheint der Anteil sehr fair zu sein – aber hier ist wohl nichts in Stein geschrieben. Insgesamt scheint es MS aber Ernst zu meinen mit einer fairen Lösung – nur Ebay war auch mal günstig/fair. Ein wenig ist man hier MS ausgeliefert – allerdings bekommt man derzeit eine wirklich tolle Gegenleistung.

Verkauft werden können die Spiele derzeit in die US, Kanada, England, Frankreich, Japan, Schweden, Singapur, Spanien und natürlich Deutschland – es ist aber sicher nur eine Frage der Zeit bis das gesamte LIVE Einzugsgebiet verfügbar für Verkäufe sein wird. Es gibt nunmal einige rechtliche Fragen zu klären – nicht nur für Microsoft! Jeder Entwickler ist in Rechtsfragen auf sich alleine gestellt – seien es Steuerfragen, Copyright oder sonstige Rechtsbelange. Auch im offiziellen Entwicklerforum dürfen sich die Entwickler diesbezüglich nicht austauschen – dies ist verständlich, da MS eine Haftung ausschliessen möchte/muss.

Hat das Indie Games Konzept Zukunft? Auf jeden Fall – mit dem August Update sollen endlich auch Bewertungen eingeführt werden, so dass sich die besten Spiele leichter aus der Masse (insgesamt sind bereits über 300 Spiele verfügbar) kristalisieren lassen. In Deutschland ist es aber noch übersichtlich – bisher sind noch lange nicht alle Spiele freigeschaltet von den Entwicklern.

Einige tolle Spiele sind bereits erschienen – ich möchte hierbei vor allem auf Weapon of Choice und CarneyVale aufmerksam machen. Weapon of Choice zeigt ein paar tolle neue Konzepte für einen einfachen Shooter im Turrican Style während CarneyVale beeindruckend zeigt wieviel Gameplay schon mit nur einem Button möglich ist (es sind aber mehrere Buttons belegt, man fängt halt nur klein an). Probieren kostet nix – also beim nächsten Besuch online ruhig mal einen Blick darauf werfen.

Einige Spieledesigner können inzwischen sogar schon von den Einnahmen leben – ich denke ich werde mal schauen ob mir das auch gelingt. ;)

Fallout 3 durchgezockt

Fallout 3 gehört ohne Zweifel in die Kategorie Hammerspiel – selten hat mich ein Spiel so sehr an den Monitor gefesselt und vor einiger Zeit habe ich es wieder rausgeholt und endlich durchgespielt. Diesmal möchte ich mich aber mit ein paar Minuspunkten beschäftigen:

1. VIEL ZU LEICHT

Ab einem gewissen Punkt wird das Spiel viel zu einfach – ich habe lange nicht jede Nebenmission abgeschlossen, dennoch gibt es im Spiel einfach keine Gegner mehr. Lediglich ein Gegnertyp, die Teufelsklaue, stellt überhaupt eine kleine Herausforderung dar. Dabei spiele ich auf der höchsten Schwierigkeitsstufe und weder ein Alleinmarsch durch Supermutantenterritorium noch von der Enklave dominiertes Gebiet stellen eine Herausforderung dar.

2. Demotivierendes Ende

Ich werde jetzt nicht schreiben wie das Spiel ausgeht, aber das Ende ist nicht wirklich motivierend. Vor allem stört mich aber eine Tatsache – ist man durch, dann darf man nicht wieder auf die Spielewelt um den Rest der Karte zu erforschen und die offenen Missionen abzuschliessen. Dabei wäre es überhaupt kein Problem gewesen – zumindest für einige der möglichen (und fast identischen) Ausgänge. Vor allem weil man doch die Leute bei der Stange halten möchte damit sie sich die DLCs kaufen. Aber scheinbar ist man ja auch so erfolgreich genug – dennoch „Chance verpasst“.

3. Levelcap

Da erreicht man Level 20 und schon gibt es keine Erfahrungspunkte mehr. Dabei hätte man noch soviele interessante Fähigkeiten freispielen können. WARUM? Warum hat man nicht den Levelcap so hoch gepackt, dass man bis zum Ende des Spiels bei sagen wir mal 80% aller erkundeten Orte noch weiter aufsteigt? Mit einem der DLCs soll ja der Levelcap auf ein höheres Niveau gepackt werden – aber ich glaube hier haben die Designer einfach geschlafen und ich unterstelle mal nicht die Absicht die Gamer zu zwingen einen DLC zu kaufen.

4. Fehler im Spiel

Ein paarmal habe ich es geschafft die Spielfigur „festzusetzen“ – also an einen Ort zu bringen von dem es kein Entkommen mehr gibt. Dies hat dann zur Folge, dass man zum letzten Speicherpunkt zurückkehren muss und der kann ein wenig zurückliegen – insbesondere weil 1. Speichern nicht gerade zu einer Tugend macht. Teilweise schiebe ich mir das selbst in die Schuhe, ab und an versuche ich einfach zu dreist abzukürzen. Teilweise war es aber auch einfach nur bescheidenes Leveldesign – wenn ich bedenke wie lange das Spiel jetzt schon released ist hätte das inzwischen wirklich gefixt werden können. Auch gibt es einige Stellen in den Bergen an denen Texturen einfach weit entfernt von den dazugehörigen Collisionmaps liegen und man quasi „im Berg“ wandert. Das ist nicht nur verwirrend, das lässt einen ganz schnell in eine Situation wie in 3. genannt geraten.

Auch die NPCs sind teilweise nicht sauber umgesetzt – so reagiert ein NPC zum Beispiel so, als ob ich ihn befreit hätte und wir und weit jenseits seines „Gefängnisses“ wiedertreffen würden. Dabei habe ich ihn gar nicht befreit und er redet direkt aus seiner Zelle zu mir. Der Zeit/Ereignisablauf war einfach anders als vom Designer vorgesehen – hier habe ich das Gefühl als ob zum Ende des Spiels hin die Missionen sehr gerusht wurden um fertig zu werden. Schade, denn gerade am Anfang ist alles sehr gut durchdacht.

5. Das Spiel ist viel zu kurz!

Okay das ist jetzt glatt gelogen – aber jetzt wo ich es durchhabe muss ich sagen, es hätte gerne doppelt so lang sein dürfen. Wird Zeit, dass ich mir die DLCs anschaue. ;-)

Fazit – tolles Spiel mit ein wenig verschenktem Potenzial. Dennoch führt für RPGler kein Weg daran vorbei!!

Duke Nukem ForNever

Schade – das Entwicklerteam bei Duke Nukem Forever darf gehen. Damit sind dann wohl die Chancen auf ein Erscheinen von DNF dort, wo sie vor einem Jahr noch jeder vermutet hat. Dabei sahen einige Videoschnippsel die in letzter Zeit zu sehen waren sehr vielversprechend aus. Vor allem die Animationen haben mir wirklich gut gefallen.

Aber es gibt auch eine frohe Kunde – auf der Suche nach DNF Infos bin ich auch jacehall.tv gestossen. Sehr coole Seite mit Hintergrundinfos zu Games und deren Entwicklern. Teilweise verdammt abgespacete Leute – wirklich sehenswert. Hier ein Link zur ersten Episode (mit wenig DNF Material … aber dennoch sehenswert).

LINK

Surround Sound und Call of Duty 4

Moderne Videogames bieten schon seit Jahren eine anständige Surround-Kulisse … da pfeifen die Wägelchen an einem vorbei an denen man in Burnout vorbeischiesst, im Rollenspiel erscheint in der Trollhöhle jeder Schritt an den Wänden zu widerhallen und im Egoshooter verrät jede Kugel genau aus welcher Richtung sie kam und wo sie aufschlägt. Zumindest in der Theorie sollte es so sein – seit gestern bin ich wieder von Stereo auf Surroundsound an der Konsole umgestiegen und bei Call of Duty 4 trifft das ganze nicht ganz zu. Zum einen scheint die Positionierung nicht perfekt zu sein, aber vor allem fällt mir der stumme Centerspeaker auf. Einige Gesprächsfetzen kommen zwar über den Center, aber nichtmal eine direkt in eine Wand vor einem geschossene Patrone lässt die Membranen zucken. Alles wird nur über die Lautsprecher links und rechts ausgegeben. Was soll das darstellen ? Eine Art Dolby Digital im Sparmodus ?

Aufgefallen ist es zuerst einem Kumpel als er vor kurzem auf Surround umgestiegen ist – ich hatte noch die Hoffnung es läge am Verstärker. Sehr enttäuschend muss ich sagen – dabei rockt die allgemeine Soundkulisse bei CoD4 wirklich, besonders Explosionen können viel Spass bringen. Schade – die Zeit um auf einen Patch zu hoffen ist wohl auch schon vorbei.

Resident Evil 5 im Koop durchgespielt – nicht begeistert!

So – vor ein paar Tagen haben wir Resident Evil 5 endlich durchgespielt. Der erste Eindruck war ja schon nicht berauschend, zum Ende des Spiels hin hat sich das leider auch nicht wirklich verbessert. Es spielt sich eher wie ein konventioneller Shooter mit schlechter Steuerung, mit Resident Evil hat das ganze nicht mehr viel zu tun. Eigentlich dient Resi nur noch als Ausrede warum man auf schwarze Söldner schiesst die sich eher selten wie Zombies verhalten.

Auch die Zwischen- und Endgegner sind lange nicht mehr so cool wie noch im letzten Teil. Ich würde sogar sagen, dass sie selbst für einen konventionellen Shooter viel zu langweilig sind. Insbesondere die Phasen in dennen man nur im richtigen Zeitpunkt Button X drücken muss (oder noch schlimmer auf Button X hämmern muss) sind langweilig und uninspiriert. Zum Ende hin wird dies geradezu lächerlich – anstatt einen Endgegner zu schaffen der einen wirklich fordert muss man hauptsächlich bescheuerte Quicktime-Events bestehen. Und das bedeutet im Koop, dass wenn eine Seite Mist baut das ganze scheitert. Es wird nicht leichter, es wird nerviger ! Insbesondere wenn solche Nervevents direkt hinter einer Filmsequenz liegen und der Speicherpunkt VOR der Filmsequenz. Okay viele Sequenzen sind wirklich hollywoodreif insziniert (nicht alle – einige sind auch langweilig) – aber dass man gezwungen wird sie mehrfach zu schauen? So gut sind sie nicht!

Die Spieldauer hat bei deutlich unter 10 Stunden gelegen – es gibt somit keinen Grund das Spiel zu kaufen. Definitv ein Videothekentitel !

Fazit: Präsentation statt Gameplay, Frust statt Spielspass, Söldner statt Zombies … Resi 4 scheint eine Ewigkeit her zu sein. Resi 6 wird von mir auf jeden Fall nicht mehr heiss erwartet. Was mich jetzt wundert sind die vielen positiven Stimmen im Netz – zwar kommen die meist von größeren Mags, dennoch sind sie mir vollkommen unverständlich. 80% wäre ne realistische Wertung in meinen Augen, aber es werden 90%+ Wertungen wie am Fliessband produziert … das hat der Titel nun wirklich nicht verdient.

Und ich möchte ganz klar sagen – 80% nur deshalb, weil heute ja jede Gurke mit 70%  und einer Anzeigenschaltung belohnt wird! Würde man die Skala bei 0% beginnen lassen, dann wären auch 80% überzogen … aber heute arbeitet man ja nur noch von 70%-100%. ;-)

Das Ende der Papierzeit ?

Zu Schulzeiten bin ich jeden Tag mit dem Bus zur Schule gefahren – da kamen im Schnitt sicherlich rund 2 Stunden Fahrzeit zusammen die ich mir häufig mit Spielemagazinen vertrieben habe. ASM, PowerPlay, PC Joker – von vielen Zeitschriften hatte ich jahrelang komplette Jahrgänge auf dem Boden meiner Eltern eingelagert. Irgendwann habe ich sie dann weggeschmissen und mich später sehr darüber geärgert.

Heute mangelt es am Interesse an Spielezeitschriften. Wenn man sich die Verkaufszahlen des ersten Quartals ansieht, dann sind diese deutlich schlechter im Vergleich zum gleichen Quartal 2008. Und wen wundert es – ich habe selbst schon vor Jahren aufgehört Spielemagazine zu kaufen, nicht aus Desinteresse sondern weil die Qualität der Inhalte so mies geworden war. Damals gab es denke ich noch einen Aufschwund, viele neue Zeitschriften drängten auf den Markt und ich hatte vermehrt das Gefühl die Bewertungen kamen nicht von den Redakteuren sondern aus der Marketing-Abteilung. Gleichzeitig kam das Internet als alternative Informationsquelle auf – Foren und Onlinemagazine die von Freaks auf die Beine gestellt wurden. Später wurden Blogs alltäglich und heute hat man eine Menge alternativer Informationsquellen zur Hand.

Das einzige Videospielemagazin in das ich noch gelegentlich einen Blick werfe ist die neue edle „Maniac“ bei einem Freund … ganz nett, aber nur noch ein Zeitvertreib auf dem Klo. Wirklich exklusive Infos die nicht schon längst durchs Web gewandert sind gibt es selten. Interessanter finde ich da schon das Iphone eines Kumpels – immer online, surfen während der Bahnfahrt … wozu da noch ein Magazin kaufen ?

Die Papierzeit hat ein Ende – gute Nachrichten für den Regenwald, aber dennoch irgendwie schade. Ich hoffe am Ende bleiben wenigstens 1-2 gute Magazine am Start, vielleicht kaufe ich mir dann sogar mal wieder eines. Leider wird am Ende wohl die Computer Bild Spiele überleben – alle Macht den Ahnungslosen. :-(

Raubkopierer oder Medienjunkies ?

Am 29 März 2009 hat The Pirate Bay, eine schwedische Bittorrent Tracker Seite, einen Dienst namens IPREDator für anonymisiertes Filesharing angekündigt der 5€ im Monat kostet. Damit soll Tauschen von Dateien im Internet möglich sein ohne die Keule der Rechteinhaber fürchten zu müssen. 2 Wochen später haben sich über 100.000 Menschen, zumeist aus Schweden, für den Dienst angemeldet.

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OnLive – die Zukunft der Videogames oder nur Crysis für alle ?

onlive_logo

Jedes Jahr muss der geneigte Computerspieler einige hundert Euro in sein System investieren um jedes aktuelle Spiel mit maximalen Details in hoher Auflösung spielen zu können.  Damit möchte OnLive jetzt Schluss machen.

Man nehme einen schwachbrüstigen Laptop oder HeimPC mit Internetverbindung, starte die OnLive Software und schon kann man zum Beispiel Crysis mit vollen Details flüssig zocken.

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Fable 2 durchgespielt

fable-2Teil 1 habe ich seinerzeit auf der Xbox 1 durchgespielt und das Spiel hat mir recht gut gefallen. Kein Killertitel, aber solide Action-RPG Kost die nur leider den überzogenen Versprechen nicht standhalten konnte.

Als mir dann Fable 2 in die Hände kam war ich sofort geneigt das Spiel auszuprobieren – und bin ziemlich überrascht worden, denn die Welt wirkt diesmal wesentlich überzeugender und ist die schönste RPG Welt die mir bisher untergekommen ist. Tag-Nachtwechsel, wunderschöne Lichteffekte, Wettersystem (leider ohne Schnee) … das ganze wirkt verdammt rund und ich habe mich spontan an das Erlebnis erinnert als ich Zelda Ocarina of Time das erste mal in meine Konsole gesteckt habe.

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