Exklusiver Download Content muss sich erst bewähren

Lazard Capital Markets Analyst Colin Sebastian sagte im Gespräch mit CVG, dass der Nutzen exklusiver Download Inhalte noch unbelegt ist und sich erst im Laufe der Zeit zeigen wird, ob sich Investitionen in DLCs lohnen.
Rund 50 Mio. $ soll MS für die Exklusivrechte am GTA IV DLC gezahlt haben, ob eine Beteiligung an den Einnahmen dazugehört weiss wohl kaum einer ausserhalb Chefetagen bei MS & TakeTwo. Dennoch – ein solcher Batzen Knete muss erstmal wieder eingespielt werden, ich bezweifel dass dies allein durch den DLC Verkauf geplant ist. Microsoft hat mit der Aktion sicherlich eher versucht Konsolenkäufer zur 360 zu ziehen ( dieser „Zusatznutzen“ ist natürlich nur extrem schwer messbar ), gerade bei GTAIV war vielen Gamern gar nicht bewusst, dass es das auch für die Xbox geben wird zum Launch.

Dennoch – ich freue mich nicht über die Exklusiv-Deals. Zum einen muss sich TakeTwo jetzt weniger ins Zeug legen mich dazu zu überreden den DLC zu kaufen, schliesslich hat man ja die Knete schon vorweg eingesteckt. Zum anderen bedeutet „exklusiv“ in diesem Fall nicht, dass ich etwas extra bekomme, sondern dass andere ( die PS3 Besitzer des Spiels ) in die Röhre schauen.
Bei den bisher geplanten exklusiven DLCs für die 360 werde ich vermutlich immer Interesse zeigen – GTA IV, Fallout 3 und Tomb Raider Underworld sind alles Titel die ich vermutlich durchspiele und danach gerne noch weiter zocken würde. Aber auch der exklusive DLC von Mirror´s Edge würde mich durchaus reizen – nur werde ich vielleicht noch keine PS3 besitzen wenn das Spiel erscheint ( ich gestehe, ich würde mich durch den DLC in meiner Systemwahl beeinflussen lassen ).

Das ganze lässt mich die exklusiven DLCs ja fast boykottieren in der Hoffnung, dass der Unsinn in 1-2 Jahren wieder ein Ende hat.

Eine Antwort

  1. [...] Eine weitere Möglichkeit Ingame Content zu missbrauchen ist es, diesen mit ein paar Millionen $ exklusiv zu machen für die eigene Konsole. Ich schrieb vor kurzem ja bereits darüber – siehe hier. [...]

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