Das Ende der Papierzeit ?

Zu Schulzeiten bin ich jeden Tag mit dem Bus zur Schule gefahren – da kamen im Schnitt sicherlich rund 2 Stunden Fahrzeit zusammen die ich mir häufig mit Spielemagazinen vertrieben habe. ASM, PowerPlay, PC Joker – von vielen Zeitschriften hatte ich jahrelang komplette Jahrgänge auf dem Boden meiner Eltern eingelagert. Irgendwann habe ich sie dann weggeschmissen und mich später sehr darüber geärgert.

Heute mangelt es am Interesse an Spielezeitschriften. Wenn man sich die Verkaufszahlen des ersten Quartals ansieht, dann sind diese deutlich schlechter im Vergleich zum gleichen Quartal 2008. Und wen wundert es – ich habe selbst schon vor Jahren aufgehört Spielemagazine zu kaufen, nicht aus Desinteresse sondern weil die Qualität der Inhalte so mies geworden war. Damals gab es denke ich noch einen Aufschwund, viele neue Zeitschriften drängten auf den Markt und ich hatte vermehrt das Gefühl die Bewertungen kamen nicht von den Redakteuren sondern aus der Marketing-Abteilung. Gleichzeitig kam das Internet als alternative Informationsquelle auf – Foren und Onlinemagazine die von Freaks auf die Beine gestellt wurden. Später wurden Blogs alltäglich und heute hat man eine Menge alternativer Informationsquellen zur Hand.

Das einzige Videospielemagazin in das ich noch gelegentlich einen Blick werfe ist die neue edle „Maniac“ bei einem Freund … ganz nett, aber nur noch ein Zeitvertreib auf dem Klo. Wirklich exklusive Infos die nicht schon längst durchs Web gewandert sind gibt es selten. Interessanter finde ich da schon das Iphone eines Kumpels – immer online, surfen während der Bahnfahrt … wozu da noch ein Magazin kaufen ?

Die Papierzeit hat ein Ende – gute Nachrichten für den Regenwald, aber dennoch irgendwie schade. Ich hoffe am Ende bleiben wenigstens 1-2 gute Magazine am Start, vielleicht kaufe ich mir dann sogar mal wieder eines. Leider wird am Ende wohl die Computer Bild Spiele überleben – alle Macht den Ahnungslosen. :-(

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