Fallout 3 durchgezockt

Fallout 3 gehört ohne Zweifel in die Kategorie Hammerspiel – selten hat mich ein Spiel so sehr an den Monitor gefesselt und vor einiger Zeit habe ich es wieder rausgeholt und endlich durchgespielt. Diesmal möchte ich mich aber mit ein paar Minuspunkten beschäftigen:

1. VIEL ZU LEICHT

Ab einem gewissen Punkt wird das Spiel viel zu einfach – ich habe lange nicht jede Nebenmission abgeschlossen, dennoch gibt es im Spiel einfach keine Gegner mehr. Lediglich ein Gegnertyp, die Teufelsklaue, stellt überhaupt eine kleine Herausforderung dar. Dabei spiele ich auf der höchsten Schwierigkeitsstufe und weder ein Alleinmarsch durch Supermutantenterritorium noch von der Enklave dominiertes Gebiet stellen eine Herausforderung dar.

2. Demotivierendes Ende

Ich werde jetzt nicht schreiben wie das Spiel ausgeht, aber das Ende ist nicht wirklich motivierend. Vor allem stört mich aber eine Tatsache – ist man durch, dann darf man nicht wieder auf die Spielewelt um den Rest der Karte zu erforschen und die offenen Missionen abzuschliessen. Dabei wäre es überhaupt kein Problem gewesen – zumindest für einige der möglichen (und fast identischen) Ausgänge. Vor allem weil man doch die Leute bei der Stange halten möchte damit sie sich die DLCs kaufen. Aber scheinbar ist man ja auch so erfolgreich genug – dennoch „Chance verpasst“.

3. Levelcap

Da erreicht man Level 20 und schon gibt es keine Erfahrungspunkte mehr. Dabei hätte man noch soviele interessante Fähigkeiten freispielen können. WARUM? Warum hat man nicht den Levelcap so hoch gepackt, dass man bis zum Ende des Spiels bei sagen wir mal 80% aller erkundeten Orte noch weiter aufsteigt? Mit einem der DLCs soll ja der Levelcap auf ein höheres Niveau gepackt werden – aber ich glaube hier haben die Designer einfach geschlafen und ich unterstelle mal nicht die Absicht die Gamer zu zwingen einen DLC zu kaufen.

4. Fehler im Spiel

Ein paarmal habe ich es geschafft die Spielfigur „festzusetzen“ – also an einen Ort zu bringen von dem es kein Entkommen mehr gibt. Dies hat dann zur Folge, dass man zum letzten Speicherpunkt zurückkehren muss und der kann ein wenig zurückliegen – insbesondere weil 1. Speichern nicht gerade zu einer Tugend macht. Teilweise schiebe ich mir das selbst in die Schuhe, ab und an versuche ich einfach zu dreist abzukürzen. Teilweise war es aber auch einfach nur bescheidenes Leveldesign – wenn ich bedenke wie lange das Spiel jetzt schon released ist hätte das inzwischen wirklich gefixt werden können. Auch gibt es einige Stellen in den Bergen an denen Texturen einfach weit entfernt von den dazugehörigen Collisionmaps liegen und man quasi „im Berg“ wandert. Das ist nicht nur verwirrend, das lässt einen ganz schnell in eine Situation wie in 3. genannt geraten.

Auch die NPCs sind teilweise nicht sauber umgesetzt – so reagiert ein NPC zum Beispiel so, als ob ich ihn befreit hätte und wir und weit jenseits seines „Gefängnisses“ wiedertreffen würden. Dabei habe ich ihn gar nicht befreit und er redet direkt aus seiner Zelle zu mir. Der Zeit/Ereignisablauf war einfach anders als vom Designer vorgesehen – hier habe ich das Gefühl als ob zum Ende des Spiels hin die Missionen sehr gerusht wurden um fertig zu werden. Schade, denn gerade am Anfang ist alles sehr gut durchdacht.

5. Das Spiel ist viel zu kurz!

Okay das ist jetzt glatt gelogen – aber jetzt wo ich es durchhabe muss ich sagen, es hätte gerne doppelt so lang sein dürfen. Wird Zeit, dass ich mir die DLCs anschaue. ;-)

Fazit – tolles Spiel mit ein wenig verschenktem Potenzial. Dennoch führt für RPGler kein Weg daran vorbei!!

Eine Antwort

  1. Ich muss mich unbedingt nochmal an das Game ranmachen. Habs mal kurz ne Woche geliehen und hat mir eigentlich gut gefallen, genau das richtige jetzt in der Sommerflaute

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